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Die Leiden des jungen Werther

Hamburger Sprechwerk

Schauspiel | von J. W. v. Goethe | Gastspiel des „Tourneetheater Hamburg“
 

mit Ralf Bettinger, Andreas Kleb, Julika Schmedje, Liudmyla Vasylieva | Regie: Liudmyla Vasylieva
„Jeder Jüngling sehnt sich so zu lieben,
jedes Mädchen so geliebt zu sein,
Ach, der heiligste von unsern Trieben,
warum quillt aus ihm die grimme Pein?“
Johann Wolfgang von Goethe
Die Dreiecksbeziehung endet tödlich, aber wie konnte es dazu kommen? Der schwärmerische Werther, ein junger Mann, der seine Bestimmung noch sucht, ist wegen einer Erbschaftsangelegenheit nach Wahlheim gekommen. Beeindruckt von der überwältigenden Natur verweilt er dort und verliebt sich in Lotte, die seine poetische Ader teilt, aber auch mitten im Leben steht. Liebevoll ersetzt sie den Geschwistern die früh gestorbene Mutter.
Doch die entflammende Liebe zwischen beiden muss platonisch bleiben: Lotte ist bereits verlobt. Am Totenbett der Mutter gab sie Albert das Eheversprechen und liebt an ihm die Beständigkeit, sein Vertrauen und seine Ehrlichkeit. Wie sie an Werther die kindliche Neugier und die musische Ader liebt und teilt.

Bilderreich und wortgewaltig verfolgt der noch junge Goethe dieses Beziehungsgeflecht bis zu seinem bitteren Ende, dem Freitod Werthers. Geprägt von der Epoche des Sturm und Drang wurde es Goethes am meisten gelesenes Werk, das Europaweit Furore machte und sogar eine Selbstmordwelle auslöste.
Zu unserer Inszenierung
Werktreue ist dem Torneetheater Hamburg bei Klassikern wichtig. Bis auf zwei überleitende Szenen sind alle Texte ausschließlich original und von Goethe.
In der Konzeption von Liudmyla Vasylieva arbeiten Albert und Lotte die Geschichte Werthers anhand seiner Briefe auf, die sie von seinem Freund Wilhelm erhalten. Sie gehen der Frage nach, wie es zum Tod Werthers kommen konnte und klären dabei ihre eigene Beziehung. Sie lösen seine Rätsel um ihrer eigenen Zukunft willen.
Eingeflochten in diese Erinnerungen wird Werther, gespielt von Ralf Bettinger, wieder lebendig. Schreibend und zeichnend verwandelt er den Bühnenraum von Michael Becker in einen Wald der Bilder und Gedanken. Der Zerrissenheit Lottes wird durch eine doppelte Besetzung Ausdruck gegeben, Julika Schmedje und Liudmyla Vasylieva stellen die beiden Seiten einer Person dar, die sich im Leben nicht vereinbaren ließen. Andreas Kleb rundet als Albert das Ensemble ab und meistert in seiner Figur den Konflikt zwischen seiner Liebe zu Lotte, der Freundschaft zu Werther und der verzweifelten Wahrheit ihrer Beziehung.
Es erwartet Sie ein sinnlicher, poetischer und dank der von Lotte am Klavier interpretierten Kompositionen von Charmol auch musikalischer Abend.

Kartenpreise: 15 Euro, ermäßigt 12 Euro.
 
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Design, Konzept und Technik
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Rungestraße 22-24
10179 Berlin

redaktion@kulturserver.de
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Projektentwicklung/Idee
Matthias Forster, Alexander Lepach

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